Von der eAkte ins nächste Level zur ePersonalStory – eine kleine Spinnerei für die Zukunft

Achtung, dies ist ein Beitrag aus der Reihe der HR-Alltags-Zukunfts-Spinnereien. Inspiration könnte man sagen – definitiv kein Bezug zur alltäglichen Arbeit!

Seit Jahren dreht sich in der Kommunikation alles um Storytelling und Content. Wenn man es genau nimmt, dreht es sich schon seit Jahrhunderten darum. Allerdings haben wir mittlerweile verstanden bzw. wieder verstanden, die Techniken des Storytellings zielführend einzusetzen. Im Rahmen der Digitalisierung fragt man sich dann wiederum, müssen wir die Geschichten selbst schreiben? Oder reicht es nicht, wenn wir diese einfach nur erleben?

Back to Touch könnte man sagen. Wir neigen dazu, die Welt und unsere Abenteuer nur noch durch den Bildschirm unseres Smartphones zu erleben. Die nachstehend skizzierte Idee wird das nicht lösen, aber den Weg der Lösung andeuten.

Mylestone „war“ ein neuer Service für den Sprachassistenten Alexa von Amazon. Dieser intelligente Assistent konnte auf Basis von Bildern und weiteren Informationen, die mit diesen in Zusammenhang stehen, Geschichten entwickeln, die einem von Alexa vorgelesen wurden. Der Gedanke dahinter ist logisch. Daten – in diesem Fall in Form von Bildern – werden in Geschichten wiedergegeben. Wir sehen uns dann nicht nur unsere Urlaubsbilder an, sondern hören auch die Geschichte dazu. Der Zusammenhang zu HR wird an dieser Stelle vielleicht nicht direkt deutlich, aber lassen Sie mich dies gleich nachholen.

Über Mylestone konnte man Mitte letzten Jahres einiges lesen, doch leider verschwand die Website und auch die Links zu Alexa. Was Amazon hier scheinbar wieder abgestoßen hat, halte ich nach wie vor für eine spannenden Gedanken. Sollte jemand durch evtl. nähere Infos hierzu haben, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren. Nun aber zur HR Spinnerei:

Betrachten wir das Konstrukt der ePersonalakte, die derzeit einen guten Sprung in Richtung Zukunft macht, so könnte man sich überlegen, einen Teil oder Segmente aus dieser als Geschichten abzuspeichern aufgrund der dort vorhandenen Daten. Personalakten sind letztlich Kontainer von bestimmten Lebensabschnitten. Diese Lagern dort, bis sie herausgeholt werden und der Betrachter diese interpretiert. Hier könnte man dem Leser eine kleine Unterstützung an die Hand geben in Form einer Geschichte.

Der Trend geht derzeit bereits in die Richtung, der eAkte auch informelle Skills und Wissen hinzuzufügen. Sie wird damit mit im Zeitalter der Digitalisierung “wichtigen” Informationen angereichert. Wenn Sie mich fragen, bietet dies hervorragenden Stoff für Geschichten.

 Jedes größere Unternehmen kennt die Talentmanagement-  Herausforderungen, genau zu wissen (und zu dokumentieren), was die eigene Belegschaft denn eigentlich nun konkret kann und an Wissen umfassten. Hier und dort wurden Fortbildungen besucht und Lizenzen erworben und dies häufig auf eigene Faust. Die durch den Mitarbeiter erweiterbare ePersonalakte, die eben dann auch solche privaterworbenen Skills beinhaltet, benötigt nun nur noch das Storytelling Modul, damit Führungskräfte und Projektleiter auf eine etwas andere Art und Weise ebenfalls von den Skills des Mitarbeiters erfahren. Oder denken Sie beispielsweise an die Vorbereitung auf ein Mitarbeitergespräch. Wenn der Führungskraft die wesentlichen Eckpunkte der Mitarbeiterhistorie als Geschichte präsentiert werden. Sicherlich fehlt uns heute noch die Vorstellungskraft für die Umsetzung. Letztlich wird diese aber durch einen Algorithmus erbracht und bei Abruf erstellt, so dass es keine Veränderung an der Datenspeicherung geben würde. Letztlich würde sich lediglich die Präsentationsform ändern.

Autor: Robindro Ullah

Blogger, Berater und Buchautor

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